25 Ağustos 2016 Perşembe

Einführung

Einführung

Jeder Nation, die gekommen und wieder vergangen ist, schickte Gott einen Gesandten, der sie aufforderte, Seinem rechten Weg zu folgen. Gesandte vermittelten das Wissen von der Existenz Gottes und von Seiner Einheit, sie verbreiteten Seine Religion und informieren die Menschen darüber, was Gott von ihnen verlangt; über die Dinge also, die sie tun sollten und über die Dinge, die sie unterlassen sollten. Auch warnten sie die Menschen vor der Strafe der Hölle und sie überbrachten die frohe Botschaft des Paradieses.
Das Leben und die Anstrengungen der Gesandten enthalten eine Fülle von Lehren für Gläubige, die nachdenken und geneigt sind, von ihnen zu lernen. Im Quran beschreibt Gott detailliert die Themen, die die Gesandten den Menschen vermittelten, die Methoden, die sie zu deren Überzeugung anwandten und viele weitere Aspekte.
Wahrlich, in den Geschichten über sie finden sich Lehren für die Verständigen... (Sure 12:111 – Joseph)
Gläubige sollten keinen Gesandten bevorzugen, sondern deren im Quran beschriebene geradlinige Art und ihr Verhalten zum Vorbild nehmen. Sie sollten ihrem Rat folgen, danach handeln und sich ihre Warnungen sehr zu Herzen nehmen. Auch der Prophet Muhammad (s.a.w.s) legte Wert darauf, dass wir keinen Unterschied machen sollten zwischen den von Gott gesandten Propheten, und in einem Hadith führte er aus „Seht keinen der Propheten Gottes als den anderen höhergestellt an.“ (Sahih Bukhari)
Gott berichtet die Geschichten Seiner hervorragenden Diener im Quran, damit die Gläubigen zu veranlassen, darüber zu reflektieren und diesen überlegenen Menschen Achtung zu zollen und sie als Vorbilder zu sehen.
Die im Quran beschriebenen Geschichten und Handlungen der Gesandten enthalten Beispiele und Lehren für die Menschen. Diese Tatsache wird besonders hervorgehoben. Unter anderem erwähnt Gott im Quran, dass Ibrahim (a.s) ein gutes Beispiel sei, dem die Gläubigen folgen sollten und seine Anhänger und deren außergewöhnliche Haltung werden so beschrieben:
Ihr habt ein schönes Beispiel an Ibrahim und den seinigen, als sie zu ihrem Volk sprachen: "Seht, wir haben nichts mit euch und mit dem, was ihr außer Gott anbetet, zu schaffen. Wir wollen nichts von euch wissen. Und zwischen uns und euch herrscht Feindschaft und Haß so lange, bis ihr an Gott alleine glaubt"; dies abgesehen von Ibrahims Äußerung zu seinem Vater: "Ich werde bestimmt für dich um Verzeihung bitten, aber ich kann für dich nichts von Gott erlangen." "O unser Herr! Auf Dich vertrauen wir, und Dir wenden wir uns reuig zu, und zu Dir ist die Heimkehr. O unser Herr! Laß uns für die Ungläubigen nicht zu einer Verlockung werden (uns Böses anzutun). Und verzeihe uns. O unser Herr! Du bist fürwahr der Erhabene, der Weise." Ihr hattet an ihnen bestimmt ein schönes Bespiel für jeden, der auf Gott hofft und auf den Jüngsten Tag. Wenn aber einer den Rücken kehrt - Gott ist fürwahr der Unabhängige, der Rühmenswerte. (Sure 60:4-6 – al-Mumtahina)
Alle anderen Gesandten sind ebenso ausgewählte Diener Gottes. Sie sollten in jeder Hinsicht von den Gläubigen zum Vorbild genommen werden. Wer glaubt, macht keinen Unterschied zwischen den Gesandten und er glaubt, was jedem einzelnen von ihnen offenbart wurde. Dieser Befehl von unserem Herrn muss genauestens befolgt werden, wie selbstverständlich auch alle anderen Seiner Gebote:
Sprecht: "Wir glauben an Gott und an das, was Er zu uns herabsandte, und was Er zu Ibrahim und Ismael und Isaak und Jakob und den Stämmen herabsandte, und was Moses und Jesus und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied zwischen einem von ihnen; und wahrlich, wir sind Muslime."  (Sure 2:136 – al-Baqara)
Alle Gesandten haben die Menschen aufgefordert, die wahre Religion anzunehmen und den aufrechtesten Weg einzuschlagen. Diese Aufforderung, die an ihr Volk gerichtet war, gilt auch für uns. Den grundsätzlichen religiösen und moralischen Tatsachen, die sie die Menschen aufforderten zu akzeptieren, und den Tugenden, die sie demonstrierten, sollte nachgeeifert werden, denn sie sind noch heute so vorbildhaft wie in der Vergangenheit.
Tatsächlich gibt Gott im Quran noch einmal die Tatsachen kund, die schon die Gesandten den Menschen erklärt haben und Er berichtet detailliert über die exzellenten Charaktereigenschaften Seiner Gesandten. In der Person unseres Propheten (s.a.w.s) gebietet Er allen Gläubigen, sich auf den rechten Weg zu begeben.
Diese sind es, denen Wir die Schrift, die Weisheit und das Prophetentum gaben. Wenn aber diese da nicht daran glauben, dann vertrauen Wir diese (Gaben) Leuten an, die sie nicht verleugnen, jenen, die Gott rechtgeleitet hat; darum folge ihrer Leitung. Sprich: "Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Dies ist nichts weniger als eine Ermahnung für alle Welt."(Sure 6:89, 90 – al-An'am)
Aus diesem Grund sollten die Gläubigen, den im Quran geschilderten Lebensgeschichten der Gesandten sorgfältige Beachtung schenken und ihre besten Anstrengungen unternehmen, dem Weg, den diese gewiesen haben, zu folgen und auf ihre Ermahnungen und Warnungen zu hören. Der Zweck dieses Buches ist es, den Gläubigen dabei zu assistieren.

Noah (a.s) (as)

Noah (a.s) (as)

Der Prophet Noah (a.s) wird in zahlreichen Versen des Qurans gepriesen:
O ihr Nachkommen derer, die Wir mit Noah (in der Arche) getragen wurden - er war fürwahr ein dankbarer Diener." (Sure 17:3 – al-Isra')
Schon Noah rief Uns an und Unsere Antwort war fürwahr schön. Wir erretteten ihn und seine Familie aus großer Drangsal. So ließen Wir seine Nachkommen überleben und bewahrten Wir sein Ansehen unter den nachfolgenden (Geschlechtern). "Frieden sei auf Noah in aller Welt!" So belohnen Wir fürwahr die Rechtschaffenen.. (Sure 37:75-79 – as-Saffat)
Siehe, Gott erwählte Adam und Noah und das Haus Ibrahim und das Haus 'Imran vor allen Menschen. (Sure 3:33 – Al-'Imran)
Wir haben fürwahr Noah seinem Volk entsandt: "Warne dein Volk, bevor eine schmerzliche Strafe über sie kommt!" (Sure 71:1 – Noah)
Gott sandte den Propheten Noah (a.s) als Seinen Botschafter. Um Noah (a.s) und jene, die ihm folgten, vom rechten Weg abzubringen, verschworen sich die herrschende Kreise der Ungläubigen seines Volkes gegen ihn, sie diffamierten und verleumdeten ihn und machten sich über ihn und seine Anhänger lustig. Doch Gott bestrafte diese Menschen für ihre Taten, indem Er eine alles vertilgende Flut über sie sandte.

Noah (a.s) empfahl sich seinem Volk als Gesandter, der Vertrauen verdient

Menschen, die sich vor Gott nicht fürchten, können einander nicht im wahren Sinn trauen. Denn in einer solchen Gesellschaft kann man selbst von Menschen verletzt werden, von denen man glaubt, sie gehörten zum allernächsten Umfeld. In einer solchen Gesellschaft handeln die Menschen sehr zurückhaltend und versuchen, anderen keine Schwächen zu zeigen. Darum wollen die Menschen wahre Freunde haben, auf die sie sich verlassen können.
Die Gesandten hingegen fürchten sich vor Gott und sind deswegen absolut vertrauenswürdige Menschen. Die Anerkennung dieser Vertrauenswürdigkeit ist von großer Bedeutung, darum betonen die Gesandten diese Qualität ganz besonders, wenn sie die Botschaft Gottes überbringen:
Das Volk Noahs bezichtigte die Gesandten der Lüge, (damals) als ihr Bruder Noah zu ihnen sprach: "Wollt ihr denn nicht Gottsfürchtig sein? Seht, ich bin für euch ein getreuer Gesandter. So fürchtet Gott und gehorcht mir!" (Sure 26:105-108 – asch-Schu'ara')
Machtgier, Habsucht, Besitzstreben und Eitelkeit halten die Menschen davon ab, einander zu trauen, in einem solchen Maß, dass sie gar nicht erst erwarten, einen Gefallen getan zu bekommen, ohne dass ein persönliches Interesse anderer dabei im Spiel wäre. Die Propheten jedoch erwarten ihre Vergeltung von Gott allein und verlangen von den Menschen überhaupt nichts. So sprach Noah (a.s) zu seinem Volk:
"Und ich verlange dafür keinen Lohn von euch; mein Lohn ist allein beim Herrn der Welten." (Şuara Suresi, 109)
"Und wenn ihr euch abkehrt, verlange ich keinen Lohn von euch. Seht, mein Lohn ist allein bei Gott. Und mir ist befohlen worden, gottergeben zu sein." . (Sure 10:72 – Yunus)

Noah (a.s) forderte sein Volk dazu auf, allein Gott zu dienen

Noah (a.s) forderte sein Volk auf, sich aus dem Sumpf der Falschheit, in dem sie versunken waren, zu befreien und Gott anzubeten. Er erinnerte sein Volk daran, dass es keinen anderen Gott außer Gott gibt und er warnte sie vor einer schrecklichen Strafe in der Zukunft, falls sie diese Tatsache nicht begreifen. So mahnte er und lieferte verschiedene Erklärungen, damit sein Volk glauben konnte.
Noah (a.s) forderte sein Volk auf, sich aus dem Sumpf der Falschheit, in dem sie versunken waren, zu befreien und Gott anzubeten. Er erinnerte sein Volk daran, dass es keinen anderen Gott außer Gott gibt und er warnte sie vor einer schrecklichen Strafe in der Zukunft, falls sie diese Tatsache nicht begreifen. So mahnte er und lieferte verschiedene Erklärungen, damit sein Volk glauben konnte.
Und Wir entsandten Noah zu seinem Volk, und er sprach: "O mein Volk! Dient Gott! Ihr habt keinen anderen Gott als Ihn. Wollt ihr (Ihn) denn nicht fürchten?" (Sure 23:23 – al-Mu'minun)
Und wahrlich, Wir entsandten den Noah zu seinem Volk: "Seht, ich (komme) zu euch als ein eindringlicher Warner, dass ihr keinen außer Gott anbetet. Ich fürchte für euch tatsächlich die Strafe eines schmerzlichen Tages." (Sure 11:25, 26 – Hud)
Auch unser Prophet (s.a.w.s) zitiert Noah's (a.s) Rat in einem seiner Hadithen: "Als der Tod Noah's, (a.s) des Gesandten Gottes, nahte, ermahnte er sein Volk: ‚Ich gebe euch den guten Rat, zwei bestimmte Dinge zu tun, und ich warne euch vor zwei Dingen. Ich verlange von euch, daran zu glauben, dass es keinen Gott gibt außer Gott und daran, dass wenn die sieben Himmel und die sieben Erden in eine Waagschale getan würden und die Worte ‚Es gibt keinen Gott außer Gott' in die andere Waagschale, dann würde die letztere Waagschale sich senken. Ich warne euch, Gott Götzen beizugesellen und ich warne euch vor dem Hochmut.'" (Sahih al-Bukhari)

Noah (a.s) rief sein Volk zu Gott und mahnte, von Ihm Vergebung zu erbitten r

Nachdem er daran erinnert hatte, dass Gott der einzige und alleinige Gott ist, drängte Noah (a.s) sein Volk, von Ihm Vergebung zu erbitten, und er überbrachte die frohe Botschaft des Segens, den Gott spenden würde, falls sie sich zu Ihm wenden:
Und sagte: "Bittet eueren Herrn um Verzeihung! Er ist ja wirklich bereit zu verzeihen! Er wird den Himmel in Strömen auf euch regnen lassen und euch reich an Besitz und Kindern machen und euch Gärten und fließende Gewässer geben." (Sure 71:10-12 – Noah)
In zahlreichen Versen verspricht Gott die Gläubigen ein sorgenfreies Leben. Deswegen haben auch die Gesandten beim Aufruf an ihre Völker betont, dass Gott ihnen Segnungen zukommen lassen würde. Sie beschrieben diese Segnungen in allen Einzelheiten, damit die Menschen eine Vorstellung bekommen konnten von Seiner Großherzigkeit und damit sie Gottes Wohlwollen und Mitgefühl für sie erkennen konnten. Noah (a.s) sprach zu seinem Volk:
"Was fehlt euch nur, dass ihr euch Gottes Majestät nicht bewußt seid, wo Er euch doch Schritt für Schritt erschaffen hat? Seht ihr denn nicht, wie Gott einen über dem anderen sieben Himmel erschaffen und in sie den Mond als Licht und die Sonne als Leuchte gesetzt hat? Und Gott ließ euch Pflanzen gleich aus der Erde herauswachsen; dann wird Er euch wieder in sie zurückbringen und (schließlich) von neuem hervorbringen. Gott hat die Erde für euch fürwahr zu einem Teppich gemacht, damit ihr euch darauf auf breiten Wegen bewegen könnt." (Sure 71:13-20 – Noah)
Die Gläubigen sollten Gott danken und andere drängen, ebenfalls dankbar zu sein, indem sie Gottes Segnungen gedachten, wie die Propheten es getan haben.

Auf die Verleumdungen gegen ihn antwortete Noah (a.s), indem er sein Volk an Gott erinnerte

In der gesamten Geschichte sind alle Gesandten Gottes in ähnlicher Weise verleumdet worden. Auch dass Volk Noah’s (a.s) verweigerte seinem Propheten den Gehorsam und setzte zahlreiche Intrigen in die Welt, die ihn einschüchtern sollten. So warfen sie ihm Falschheit vor:
Die Vornehmen seines Volkes sprachen: "Siehe, wir sehen dich in offenkundigem Irrtum." (Sure 7:60 – al-A'raf)
Die herausragenden Eigenschaften der Gesandten sind deren unerschütterliche Beharrlichkeit, feste Entschlossenheit und ihr festhalten an hohen moralischen Standards, ganz gleich, unter welchen Umständen. Angesichts der Anklagen, die ihnen zu Unrecht vorgeworfen wurden, handelten sie weise und setzten ihr Vertrauen in Gott. Ein gutes Beispiel für alle Gläubigen ist, wie Noah (a.s) auf die Diffamierungen durch sein Volk antwortete:
Er sprach: "O mein Volk! Ich befinde mich nicht im Irrtum, sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten. Ich bestelle euch die Botschaft meines Herrn und rate euch gut und weiß von Gott, was ihr nicht wißt." ; (Sure 7:61, 62 – al-A'raf)
Noah (a.s) antwortete denen, die ihn der Lüge bezichtigten:
..."O mein Volk! Was meint ihr? Wenn ich einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe und Er mir Seine Barmherzigkeit gezeigt hat, gegen die ihr blind seid, sollen wir sie euch dann aufzwingen, obwohl ihr sie gar nicht wollt? O mein Volk! Ich verlange dafür kein Entgeld von euch; mein Lohn ist allein bei Gott. Und ich verstoße Gläubige nicht. Seht, sie werden ihrem Herrn begegnen. Jedoch sehe ich, dass ihr ein unwissendes Volk seid." (Sure 11:27-29 – Hud))

Noah (a.s) verwies auf die Unaufrichtigkeit derer, die Wunder verlangten, bevor sie glauben wollten

Die Ungläubigen erfanden zu allen Zeiten Ausreden, die ihnen gestatten sollten, ihren Gesandten den Gehorsam zu verweigern. Sie verlangten, die Gesandten sollten mehr Reichtum besitzen als sie selbst oder sie sollten Wunder wirken. Sie behaupteten sogar, Menschen könnten keine Gesandten sein, nur Engeln stünde dies zu. Noah (a.s) antwortete auf solche Erwartungen:
Und ich sage nicht zu euch: »Ich verfüge über Gottes Schätze«, und auch nicht: »Ich kenne das Verborgene«, auch sage ich nicht: »Ich bin ein Engel.« Und ich sage über die, die aus euerer Sicht verächtlich sind, nicht: »Gott wird ihnen nichts Gutes geben.« Gott weiß wohl, was in ihren Seelen vorgeht. Siehe, sonst gehörte ich zu den Sündern. (Sure 11:31 – Hud)
Es ist typisch für die Ungläubigen, dass sie von den Gesandten erwarteten, über persönlichen materiellen Reichtum zu verfügen, und dass sie in der Lage sein sollten, Wunder zu vollbringen. Worin die Gesandten anderen Menschen tatsächlich überlegen sind, ist ihre Gottesfurcht. Bei jeder ihrer Handlungen und in jedem Augenblick ihres Lebens wenden sie sich an Gott; sie unterwerfen sich Gott, vertrauen auf Ihn und verlieren niemals ihre Beharrlichkeit und Standhaftigkeit. Gott kann den Menschen Reichtum geben, Besitztümer, angesehene Stellungen, Wissen und all die anderen weltlichen Werte. Doch all dies ist kein Maßstab für Überlegenheit, sondern ein Mittel zum Zweck der Versuchung. Nur wer sich von der Religion abgewandt hat, hält solche weltlichen Werte für ein Zeichen der Überlegenheit in den Augen Gottes.
Kam zu euch nicht die Nachricht von jenen, die vor euch lebten, von dem Volke Noahs und der Ad und der Thamud und von denen, die nach ihnen lebten? Gott allein kennt sie. Zu ihnen kamen ihre Gesandten mit deutlichen Beweisen, doch sie bedeckten ihren Mund mit der Hand und sprachen: "Wir glauben nicht an euere Sendung! Wir sind tatsächlich in starkem Zweifel über das, wozu ihr uns einladet." Ihre Gesandten sprachen: "Gibt es etwa einen Zweifel an Gott, dem Schöpfer der Himmel und der Erde? Er ruft euch (in der Absicht), euch euere Sünden zu vergeben und euch bis zu einem bestimmten Termin Aufschub zu gewähren." Sie aber antworteten: "Ihr seid nur Menschen wie wir. Ihr wollt uns von dem abwendig machen, was unsere Väter verehrten. Bringt uns einen deutlichen Beweis!" Ihre Gesandten sprachen zu ihnen: "Wir sind zwar nur Menschen wie ihr. Jedoch ist Gott gnädig gegen wen von Seinen Dienern Er will. Und es ist nicht an uns, euch einen Beweis zu bringen, außer mit Gottes Erlaubnis. Und auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen."  (Sure 14:9-11 – Ibrahim)

Noah (a.s) nutzte alle verfügbaren Möglichkeiten, Gottes Botschaft zu verbreiten

Wie alle Gesandten versuchte Noah (a.s) jede Möglichkeit, sein Volk zum Glauben zu führen. Trotz seiner Bemühungen bestand das Volk auf seinem Unglauben. Noah (a.s) beschreibt die Starrsinnigkeit seines Volkes.
Er sprach: "O mein Herr! Ich rief mein Volk gewiß bei Nacht und bei Tag. Doch mein Aufruf bestärkte sie noch in ihrer Flucht (vor Dir). Wenn immer ich sie aufrief, damit Du ihnen vergibst, steckten sie ihre Finger in ihre Ohren und verhüllten sich in ihren Kleidern und verharrten im Eigensinn und verhielten sich hochtrabend. Dann appellierte ich öffentlich an sie. Schließlich redete ich sowohl offen wie vertraulich auf sie ein." ." (Sure 71:5-9 – Noah)
Aus diesen Worten Noah’s (a.s) ist zu ersehen, wie die Propheten die Menschen unermüdlich auf Gottes Weg riefen und wie sie verschiedene Methoden anwandten, das Gewissen der Menschen wachzurufen. Den wahren Gläubigen wie den Propheten obliegt die Verantwortung, angesichts der Reaktionen der Menschen unbeugsam zu sein und sich strikt an den Befehl Gottes zu halten, der da lautet: „Gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte!“
Und damit aus euch eine Gemeinde wird, die zum Guten einlädt, das Rechte gebietet und das Unrechte verbietet. Sie sind es, denen es wohlergehen wird(Sure 3:104 – Al-'Imran)
Die sich Bekehrenden, die (Gott) Dienenden, die Lobpreisenden, die Fastenden, die sich Beugenden, die sich Niederwerfenden, die das Rechte Gebietenden und das Unrechte Verbietenden, die Gottes Gebote Beobachtenden... verkünde den Gläubigen Heil! (Sure 9:112 – at-Tauba)

Noah (a.s) war standhaft gegen sein Volk

Die Gesandten wussten, dass Gott der alleinige Besitzer von allem ist, was auf dieser Welt vorhanden ist und dass niemand außer Gott die Macht hat, ihnen zu schaden oder zu nützen. Aus diesem Grund haben sie auch bei den Bedrohungen durch ihr eigenes Volk niemals verzagt. Trotz aller Widrigkeiten haben sie immer auf Gott vertraut. Auch Noah (a.s) hat gegen die Führer der Ungläubigen einen mutigen Kampf geführt, und er hat deutlich gemacht, dass er sich nicht vor den Verleumdungen und Angriffen seines Volkes fürchtete:
Und trage ihnen die Geschichte Noahs vor, als er zu seinem Volke sprach: "O mein Volk! Wenn euch mein Aufenthalt und mein Ermahnen mit Gottes Botschaft auch lästig ist, so vertraue ich doch auf Gott. Ihr und euere Götten, einigt euch unbeirrt über euer Vorgehen. Entscheidet über mich und gebt mir keine Frist."  (Sure 10:71 – Yunus)
In derselben Weise sind auch die Gläubigen, die die Propheten zum Vorbild nehmen, standhaft gegenüber allen Widrigkeiten und sie geben ihren Feinden niemals nach. Sie wissen, dass Gottes Hilfe mit ihnen ist und dass der endgültige Sieg immer mit von den Gläubigen errungen werden wird. Im Quran wird dies garantiert:
Und seid nicht verzagt und traurig. Wenn ihr gläubig seid, werdet ihr obsiegen(Sure 3:139 – Al-'Imran)
... Und Gott wird den Ungläubigen keine Möglichkeit geben, gegen die Gläubigen vorzugehen.  (Sure 4:141 – an-Nisa)

Noah (a.s) warnte die Menschen vor schmerzlicher Strafe

Viele Völker wurden durch Gottes Strafe vernichtet, die Er gegen jene richtete, die gegen die Gesandten opponierten und die Gläubigen bekämpften.
Die Gesandten warnten ihre Völker vor der Strafe und riefen sie auf den Weg Gottes, wie es auch der Prophet tat.
Wahrlich, Wir entsandten schon Noah zu seinem Volk, und er sprach: "O mein Volk! Dient Gott; ihr habt keinen anderen Gott. Seht, ich fürchte für euch die Strafe eines gewaltigen Tages." (Sure 7:59 – al-A'raf)

Noah's (a.s) Antwort an die Verspötter der Gläubigen ı

Gott erwähnt in vielen Quranversen Menschen, die die Gläubigen verspotten. Doch Gott hat die Menschen, die sich über die Gläubigen lustig machen wollten, zu allen Zeiten selbst zum Gespött gemacht. Die Demütigung dieser Menschen im Jenseits wird noch viel größer sein. Gott erwähnt im Quran, während diese Menschen in der Hölle gequält würden, würden die Gläubigen im Paradies sie betrachten und verlachen:
Doch an diesem Tag werden die Gläubigen die Ungläubigen verlachen. (Sure 83:34 – al- Mutaffifin)
Als Noah (a.s) und die Gläubigen verhöhnt wurden, gab er eine besondere Antwort:
Und er machte die Arche, und wenn immer die Anführer seines Volkes an ihm vorübergingen, verspotteten sie ihn. Er sprach: "Verspottet ihr uns? Siehe, wir werden über euch spotten, wie ihr (jetzt) spottet. Und wahrlich, dann werdet ihr erfahren, wen eine Strafe erfasst, die ihn mit Schande bedeckt, und wen eine immerwährende Strafe trifft." (Sure 11:38, 39 – Hud)

Noah (a.s) rief Gott um Hilfe an, als sein Volk im Unglauben verharrte

Wie die Verse zeigen, warnte Noah (a.s) sein Leben lang das Volk vor der Strafe Gottes. Als sein irrwegiges Volk auf seinem Unglauben bestand, betete er zu Gott:
Und Noah sprach: "O mein Herr! Laß keinen der Ungläubigen auf Erden! Denn wenn Du sie (hier) beläßt, werden sie Deine Diener irreführen und nur schamlose und undankbare (Nachkommen) zeugen." (Nuh Suresi, 26-27)
Gläubige, die den Beispielen der Gesandten folgen, sollten die Botschaft der Religion verbreiten, mündlich und schriftlich, sie sollten auf die Zeichen von Gottes Existenz hinweisen und das Bewusstsein schaffen, dass der Tag des Gerichts, des Paradieses oder der Hölle, nah ist... Sollte es Menschen geben, die immer noch nicht glauben wollen, so beten die Gläubigen, Gott möge jenen anderen angemessen vergelten, in dieser Welt und im Jenseits.

Noah's (a.s) Sohn war unter den Ungläubigen

Gott sandte dem Volk Noahs (a.s) eine große Katastrophe, denn es verdiente Strafe für seinen Unglauben, seine Verhöhnungen und Angriffe. So gingen die, die dem Gesandten nicht glaubten, unter, und die Gläubigen, die Noah (a.s) folgten, bestiegen mit ihm die Arche und wurden vor der Strafe gerettet. Unter denen, die vernichtet wurden, befand sich auch Noah’s (a.s) Sohn; dass er der Sohne eines Propheten war, hat ihn nicht gerettet.
Heutzutage sind manche Menschen stolz darauf, dass ihre Verwandten gläubig sind, obwohl sie selber nicht gläubig sind. Worte wie “Mein Vater ist ein Pilger”, “mein Großvater ist ein großer Gelehrter” kann man öfter hören. Doch im Jenseits wird der Mensch nur für das verantwortlich sein, was er selbst getan hat. Die besonderen Fähigkeiten und der Glaube ihrer Verwandten werden ihnen keinen Nutzen bringen. Im Quran hat Gott die Menschen daran erinnert:
Gott führt ein Beispiel für die Ungläubigen an: Die Frau Noahs und die Frau von Lot. Beide waren zwei Unserer rechtschaffenen Diener angetraut, doch verrieten sie sie beide; und beide vemochten für sie nichts bei Gott. Und gesprochen wurde: "Geht ins Feuer ein, mit den übrigen dort Eingehenden." (Sure 66:10 – at-Tahrim)
Noah (a.s) warnte seinen Sohn bis zum letzten Moment vor dem Unglauben, doch seine Warnungen fanden kein Gehör.
Und sie trieb mit ihnen auf Wogen dahin, hoch wie Berge. Und Noah rief seinem Sohn, der sich abseits hielt, zu: "O mein lieber Sohn! Steige mit uns ein, und bleibe nicht bei den Ungläubigen." Er sprach: "Ich will einen Berg besteigen, der mich vor dem Wasser schützen wird." Er sprach: "Keiner ist heute vor Gottes Urteil geschützt, außer dem, dessen Er sich erbarmt." Und eine Woge trennte beide, und er ertrank. (Sure 11:42, 43 – Hud)

Noah (a.s) betete für die Gläubigen

Noah (a.s) betete auch um die Vergebung der Sünden der Gläubigen:
"O mein Herr! Verzeihe mir und meinen Eltern und jedem Gläubigen, der mein Haus betritt, und den gläubigen Männern und Frauen. Und gib, dass über die Übeltäter mehr und mehr Verderben kommt!" (Sure 71:28 – Noah)
Dieses Gebet ist ein weiteres Beispiel, dem die Gläubigen folgen sollten. Die an Gott glauben, sind einander wahre Freunde und Helfer. Daher ist es sein Zeichen ihres Glaubens, wenn sie für das gegenseitige Wohlergehen im Jenseits beten.

Hud (a.s)(as)

Hud (a.s)(as)

Gott hat den Propheten Hud (a.s) zum Volk von Ad entsandt. Nachdem er seinem Volk mitgeteilt hatte, dass er ein vertrauenswürdiger Gesandter Gottes sei und dass er keinen Lohn für seine Verkündigung verlangte, forderte er die Menschen auf, Gott zu fürchten.
Während seiner Verkündigung wurde er auch wie die anderen Propheten auf unterschiedliche Weise verleumdet. Beispielsweise behauptete sein Volk, dass an ihm Falschheit sei. Gegen diese hässlichen Beschuldigungen antwortete Hud (a.s) seinem Volk mit moralischer Überlegenheit und einer sehr vernünftigen und gütigen Haltung:
Er sprach: "O mein Volk! An mir ist keine Torheit, sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten. Ich bestelle euch die Botschaft meines Herrn, und ich bin euch ein treuer Berater." (Sure 7:67, 68 – al-A'raf)

Hz. Hud Kavmine Yaptığı Tebliğ İçin Der Prophet Hud betonte, er wolle keinen Lohn für die Verbreitung der Botschaft

O mein Volk! Ich verlange dafür keinen Lohn von euch. Seht, mein Lohn ist bei Dem, Der mich erschuf. Begreift ihr denn nicht?(Sure 11:51 – Hud)
Und ich verlange dafür keinen Lohn von euch; mein Lohn ist allein bei dem Herrn der Welten.  (Sure 26:127 – asch-Schu'ara'
Am Leben aller Gesandten Gottes können wir sehen, dass es ein wichtiges Merkmal eines Gläubigen ist, ein ganzes Leben lang den Menschen die Offenbarung Gottes zu übermitteln und dafür keinen Lohn zu verlangen. Ganz gleich, in welcher Epoche ein Gläubiger lebt, oder mit wem er zusammen ist, er ist immer dafür verantwortlich, die Menschen zu der Moral aufzufordern, die Gott gefällt und sie an den immer näher kommenden Tag des Gerichts zu erinnern. Dafür verlangt er von niemandem einen Lohn, er will diese Aufgabe nur auf das Beste erfüllen und Gottes Wohlgefallen erwerben.

Während er die Menschen zur Anbetung Gottes aufrief, warnte er sie vor schmerzlicher Strafe r

Wie die anderen Gesandten forderte Hud (a.s) sein Volk auf, zu Gotte allein zu beten, und er sagte, er fürchte Strafe, falls es dies nicht beherzige:
Gedenke auch des Bruders der Ad, als er sein Volk bei den Sanddünen warnte - schon vor Ihm, aber auch nach ihm gab es Warner -: "Dient allein Gott! Ich befürchte für euch wirklich das Strafgericht eines gewaltigen Tages!" (Sure 46:21 – al-Ahqaf)
Er erinnerte auch daran, dass die Dinge, die sie in dieser Welt für wertvoll hielten, vergänglicher Natur seien:
Baut ihr euch aus Frivolität auf jedem Hügel ein Denkmal und errichtet Prachtbauten, als wolltet ihr unsterblich werden? (Sure 26:128, 129 – asch-Schu'ara')
Dann sagte er, sie sollten Gott fürchten, Seine Gebote befolgen und andere nicht unterdrücken. Auch warnte er sie vor der Strafe, falls sie dem zuwider handelten:
"Und wenn immer ihr zupackt, seid ihr maßlos grausam und gewaltsam. So fürchtet Gott und gehorcht mir! Und fürchtet Den, Der euch reichlich mit all dem versorgte, was euch wohlbekannt ist, euch reichlich versorgte, was euch wohlbekannt ist, euch reichlich versorgte mit Viehherden und Kindern und Gärten und Quellen. Seht, ich fürchte für euch die Strafe eines gewaltigen Tages." .  (Sure 26:130-135 – asch-Schu'ara')

Hud (a.s) erinnerte sein Volk an Gottes Segnungen

Gottes Segnungen sind zu zahlreich, als dass wir sie aufzählen könnten, wie bei der 18. Vers der Sure an-Nahl mitgeteilt wurde. Viele Menschen jedoch erinnern sich nicht daran, dass es Gott ist, Der diese Segnungen gibt und dass sie Ihm dafür dankbar sein sollten. Sie denken auch nicht daran, dass Gott ihnen jederzeit alles wegnehmen kann, wenn Er will. Aus diesem Grund erinnern die Gesandten Gottes die Völker immer daran, sich zu Gott zu wenden, dass alles, was sie besitzen, eine Segnung Gottes ist und dass sie Ihm für diese Segnungen dankbar sein sollten. Auch Hud (a.s) erinnerte sein Volk an die Segnungen, die Gott ihm gegeben hatte und er rief dazu auf, Gott zu fürchten:
"Wundert ihr euch etwa, dass eine Mahnung von euerem Herrn zu euch kommt, durch einen Mann aus euerer Mitte, damit er euch warne? Und bedenkt, dass Er euch als Nachfolger des Volkes von Noah eingesetzt hat und euere Macht vergrößerte. Darum gedenkt der Wohltaten Gottes, damit es euch wohl ergehe."  (Sure 7:69 – al-A'raf)
Hud (a.s) forderte sein Volk auch auf, von Gott Vergebung zu erbitten. Er sagte, Gott würde seine Segnungen noch verstärken, falls die Menschen bereuten und bei Ihm Zuflucht suchten.
"O mein Volk! Bittet euren Herrn um Verzeihung für euch. Dann wendet euch reuevoll zu Ihm. Er wird auf euch Regengüsse vom Himmel herabsenden und wird eure Kraft mit (noch mehr) Kraft mehren. Und wendet euch nicht in Sünde ab!"(Sure 11:52 – Hud)

Hud (a.s) warnte sein Volk vor der Unwissenheit

Der Begriff „Unwissenheit“ wird im Quran benutzt, um die Menschen zu beschreiben, die die Religion nicht kennen und weit von der Religion entfernt leben. Beispielsweise, kann jemand eine gute Ausbildung haben, doch wenn er Gott nicht erkennt, wenn er Gottes Buch nicht kennt und diesem Buch nicht folgt, dann ist er gemäß dem Quran „unwissend“. Ein Mensch kann über viele Dinge eine reiche Kenntnis haben, doch wenn er nicht darüber nachdenkt, wer er ist und wieso er erschaffen wurde, wenn er nicht erkennt, Wer ihn erschaffen hat und aus diesem Grund nicht tut, was Gott von ihm verlangt, dann ist er unter den Unwissenden.
Wenn man diese Menschen fragt, sagen sie meistens, dass sie der Religion folgen. Doch die Religion, die sie meinen, ist nichts anderes als die Religion der Unwissenden, die sie von ihren Vorfahren ererbt und in ihrer Umgebung gesehen haben. Diese Religion hat mit dem Buch Gottes nichts zu tun.
Wie Gott in den Erzählungen des Quran erwähnt hat, haben die Gesandten im Lauf der Geschichte den unwissenden Gesellschaften die wahre Religion verkündet. Doch obwohl ihre Seelen überzeugt waren, haben sie sie wegen ihrer Unwissenheit in Böswilligkeit und Hochmut verleugnet. Trotz aller Warnungen haben sie – mit Ausnahme weniger - ihre abergläubische Religion weiter verteidigt.
Auch das Volk Hud’s (a.s) weigerte sich, aus ihrem Stadium der Unwissenheit herauszutreten und dem Gesandten zu gehorchen.
Er sagte: "Das Wissen (davon) ist allein bei Gott. Ich richte euch nur das aus, womit ich gesandt bin. Jedoch sehe ich, dass ihr ein ahnungsloses Volk seid!"t;  (Sure 46:23 – al – Ahqaf)

Hud (a.s) machte den Ungläubigen in seinem Volk klar, dass er sich vor ihnen nicht fürchte, sondern auf Gott vertraue

Trotz seines Drängens hat sich das Volk Hud (a.s) widersetzt. Es folgte nicht dem Weg, zu dem der Prophet aufgerufen hatte. Wie alle anderen Ungläubigen im Laufe der Geschichte, haben auch diese Menschen von ihrem Propheten ein Wunder erwartet und ihm gesagt, dass sie sonst nicht glauben würden:
Sie sprachen: "O Hud! Du kamst nicht mit einem deutlichen Wunder zu uns. Und wir wollen unsere Götter nicht auf dein Wort hin verlassen. Wir glauben dir nicht."  (Sure 11:53 – Hud)
Hud (a.s) sagte daraufhin, er beteilige sich nicht daran, wenn sie Gott Götzen beigesellten und er fürchte sich nicht vor ihren Verschwörungen:
... Er sprach: "Siehe, ich nehme Gott zum Zeugen, und bezeugt auch ihr, dass ich nichts mit den Götzen zu schaffen habe, die ihr Ihm zur Seite setzt. So macht halt allemsamt euere Pläne gegen mich, und gebt mir keinen Aufschub."  (Sure 11:54, 55 – Hud)
Hud (a.s) war ein Prophet Gottes, und ihm war vollständig bewusst, dass Gott alle Dinge erschaffen hat und dass Er Seine aufrichtigen Diener verteidigt. Er war sicher, alle gegen ihn gerichteten Unternehmungen würden fehlschlagen und er drückte sein Gottvertrauen so aus:
"Siehe, ich vertraue auf Gott, meinen Herrn und eueren Herrn. Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst. Siehe, meines Herren Weg ist gerade." (Sure 11:56 – Hud)

Salih (a.s)

Salih (a.s)

Gott sandte Salih (a.s) als Gesandten zu den Thamud. Der Quran berichtet, er habe sein Volk aufgefordert, allein Gott anzubeten:
Und wahrlich, Wir entsandten zu den Thamud ihren Bruder Salih: "Dient Gott!" Doch sie wurden darüber zu zwei miteinander streitenden Parteien (Sure 27:45 – an-Naml)
Wie alle Gesandten machte Salih (a.s) seinem Volk klar, dass er ein vertrauenswürdiger Gesandter sei, und er rief es zur Gottesfurcht auf:
Die Thamud bezichtigten die Gesandten der Lüge. (Damals) als ihr Bruder Salih zu ihnen sprach: "Wollt ihr denn nicht Gottsfürchtig sein? Seht, ich bin euch ein getreuer Gesandter. So fürchtet Gott und gehorcht mir!" (Sure 26:141-144 – asch-Schu'ara')
Auch Salih (a.s) verlangte keinerlei Lohn von seinem Volk.

Salih (a.s) belehrte sein Volk über Gottes Größe und er forderte es auf, um Vergebung zu bitten

Während ihrer Verkündigung haben die Gesandten Gottes immer auf die Zeichen von Gottes Existenz hingewiesen und die Menschen an das vollkommene Gleichgewicht der Natur und die wunderbaren Eigenschaften der Lebewesen erinnert, die Gott erschaffen hat.
Salih (a.s) ist einer der Gesandten, die ihre Völker zum Denken leiteten, indem sie ihnen die Schöpfungsbeweise erzählten. Er hat sein Volk an die erste Schöpfungsphase des Menschen erinnert, damit sie das endlose Wissen, die endlose Weisheit und Größe Gottes begreifen konnten:
Und zu den Thamud (entsandten Wir) ihren Bruder Salih. Er sprach: "O mein Volk! Dient Gott! Ihr habt keinen andern Gott als Ihn. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und hat euch dort Wohnung gegeben. Darum bittet Ihn um Verzeihung, alsdann wendet euch Ihm reumütig zu. Siehe, mein Herr ist nahe und zu erhören bereit." (Sure 11:61 – Hud)

Salih (a.s) rief sein Volk auf, ihm als Gesandtem Gottes zu gehorchen

Salih (a.s) hat sein Volk daran erinnert, Gott zu fürchten, Der der wahre Besitzer von allem Existierenden ist, auf der Erde kein Unheil zu stiften und ihm selbst zu gehorchen. Für den Fall ihres Ungehorsams machte er klar, dass Gott die Menschen nicht in Sicherheit leben lassen würde:
"Wird man euch etwa in dem (Genuß dessen), was ihr hier habt, ungestört belassen, mit Gärten und Quellen und Getreidefeldern und Dattelpalmen mit zarter Blütenscheide? Und aus den Bergen werdet ihr euch weiterhin geschickt Wohnungen aushöhlen? So fürchtet Gott und gehorcht mir! Und gehorcht nicht dem Befehl der Maßlosen, die auf Erden statt Heil Unheil sitften." (Sure 26:146-152 – asch-Schu'ara')
Gott hat Seine Gesandten verpflichtet, die Menschen zur wahren Religion aufzurufen und auf der Erde Heil und Ordnung zu richten. Die Warnungen des Propheten Salih (a.s) ist ein Ruf, diese Pflicht zu erfüllen.

Salih (a.s) sagte seinem Volk, es müsse Gottes Segnungen bedenken und auf Erde kein Unheil stiften

Und zu den Thamud (entsandten wir) ihren Bruder Salih. Er sprach: "Mein Volk, dient Gott. Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Schon kam zu euch ein deutlicher Beweis von unserem Herrn. Diese Kamelin AIlahs ist euch ein Zeichen; darum laßt sie in Gottes Land weiden, und rührt sie nicht in böser Absicht an, sonst erfaßt euch schmerzliche Strafe. Und bedenkt, wie Er euch zu Nachfolgern der Ad machte und euch eine Wohnstätte auf Erden gab, auf deren Ebenen ihr euch Schlösser bautet und euch Wohnungen in deren Berge grubt. Und gedenkt der Wohltaten Gottes und stiftet auf Erden kein Verderben."(Sure 7:73, 74 – al-A'raf)

Salih (a.s) erinnerte sein Volk an die gefährliche Konsequenz des Ungehorsams gegen Gott r

Doch die Thamud widersetzten sich ihm: „Salih, wir hatten grosse Hoffnungen in dich gesetzt, bevor dies geschah. Willst du uns verbieten, anzubeten was schon unsere Väter anbeteten? Wir haben grosse Zweifel an den Glauben, den du uns aufdrängen willst.“ (Sure Hud, 62) Salih (a.s) antwortete, es gebe keinen Menschen, der ihm helfen könne, falls er ungehorsam sei gegen Gott.
Er sprach: "O mein Volk! Was meint ihr wohl? Da ich zweifellos einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe und Er mir Seine Barmherzigkeit erwiesen hat, wer würde mich da vor Gott retten, wenn ich Ihm den Gehorsam versagte? So brächtet ihr nur größeres Verderben über mich." (Sure 11:63 – Hud)
Niemand kann denen helfen, die sich gegen Gott auflehnen. Und wie im oben erwähnten Vers mit den Worten des Propheten Salih (a.s) gesagt wird, wird auch derjenige einen sicheren Schaden erleiden, der dem folgt, der gegen Gott rebelliert.

Salih (a.s) riet seinem Volk, die Strafe Gottes zu bedenken

Da die wahre Religion, die die Gesandten Gottes gebracht haben, zu den Vorteilen der Ungläubigen im Widerspruch steht, wollten diese Menschen den Gesandten nicht glauben. Sie fanden es unbequem, dass die Gesandten Gottes sie an die Existenz Gottes und an das Jenseits erinnerten. In der Vergangenheit war diese Eigenschaft bei den leugnenden Völkern oft zu sehen. Auch die Thamud haben nicht auf die Mahnungen des Propheten Salih (a.s) gehört:
Und so wandte er sich von ihnen ab und sprach: "O mein Volk! Wahrlich, ich bestellte euch die Botschaft meines Herrn und riet euch gut, ihr aber liebt keine Ratgeber."  (Sure 7:79 – al-A'raf)
Salih (a.s) hat sich sehr ernsthaft bemüht, sein Volk zum richtigen Weg zu leiten. Doch sein Volk bestand beharrlich auf dem Unglauben. Gott hat dieses Volk auf die Probe gestellt, indem Er ihnen eine Kamelstute sandte und hat ihnen befohlen, diesem Kamel nichts Schlechtes anzutun. Er hat ihnen auch gesagt, dass sie eine peinvolle Strafe erleiden werden, wenn sie diesem Befehl nicht gehorchen würden.
Das Volk, verstieß gegen Gottes Befehl und tötete das von Gott gesandte Kamel. So sind sie wie jedes andere Volk, das Gottes Befehl missachtete, mit einer schweren Strafe belegt und vernichtet worden.
Und als Unser Befehl erging, retteten Wir in Unserer Barmherzigkeit Salih und die Gläubigen, die bei ihm waren, vor der Schande jenes Tages. Siehe, dein Herr, Er ist der Starke, der Gewaltige. Da erfaßte die Sünder der Schrei, und sie lagen in ihren Wohnungen leblos am Boden als hätten sie nie darin gewohnt. Siehe, die Thamud verleugneten ihren Herrn. Fort mit den Thamud!  (Sure 11:66-68 – Hud)
Wie wir in diesem Beispiel vom Propheten Salih (a.s) sehen können, haben die Gesandten Gottes ihren Völkern die Religion Gottes bekannt gemacht, sie daran erinnert, dass das diesseitige Leben ein Ort der Prüfung ist und ihnen erklärt, dass nur solche Menschen vor der unendlichen Qual gerettet werden können, die Gottes Befehlen gehorchen. Sie haben weiter deutlich gemacht, dass jeder, der beharrlich auf dem Unglauben besteht, von Gott eine schwere Strafe zu erwarten hat.
Doch diese großen Anstrengungen der Gesandten haben nur wenige Menschen beeinflusst, die an Gott glaubten. Die Mehrheit der Menschen wollten sich nicht ermahnen lassen. Als Ergebnis ihres beharrlichen Unglaubens sind sie die Verlierer gewesen und sind der Qual entgegengegangen. Im Jenseits jedoch werden sie mit einer noch größeren Qual bestraft werden.

Ibrahim (a.s)(as)

Ibrahim (a.s)(as)


Und wer hätte einen schöneren Glauben als wer sich Gott hingibt und das Gute tut und die Religion Ibrahims, des Lauteren im Glauben, befolgt; denn Gott nahm sich Ibrahim zum Freund. (Sure 4:125 – an-Nisa)
Ibrahim (a.s) ist ein Gesandter, den Gott „zum intimen Freund genommen“ hat. In vielen Versen hat Gott die hohe Moral des Propheten Ibrahim (a.s) gerühmt. Ibrahim (a.s), mit seinen hohen moralischen Charaktereigenschaften ein gutes Vorbild für die Gläubigen, war ein sanftmütiger, ehrlicher, tapferer Mensch, der sich stets an Gott wandte. Gott beschreibt Ibrahim’s (a.s) Moral in einem Vers folgendermaßen:
Ibrahim war fürwahr ein Vorbild der Tugend, gehorsam gegen Gott, lauter im Glauben und kein Götzendiener. Er war für Seinen Gnadenerweis dankbar, und Er erwählte ihn und leitete ihn auf einen geraden Pfad. So gaben Wir ihm im Diesseits Gutes. Und im Jenseits gehört er gewiß zu den Gerechten.  (Sure 16:120-122 – an-Nahl)
Ibrahim (a.s), den Gott wegen seiner überlegenen Moral lobt, wurde zu einem Volk entsandt, das selbst hergestellte Götzen anstatt Gott verehrte und das hartnäckig darauf bestand, diese Götzen anzubeten. Ibrahim (a.s) wurde von Gott verpflichtet, sein Volk dazu aufzufordern, nur Ihm zu dienen. Doch die Menschen seines Volkes wollten die wahre Religion nicht annehmen, weil sie dachten, die wahre Religion stünde im Widerspruch zu ihren weltlichen Vorteilen. Sie versuchten, Ibrahim (a.s) zu ermorden. Doch Gott hat den Plan zunichte gemacht, und ihn vor seinem grausamen Volk gerettet:
Sie riefen: "Verbrennt ihn und verteidigt euere Götter, falls ihr etwas tun wollt." Wir sprachen: "O Feuer, sei kühl und unschädlich für Ibrahim!" Und sie suchten, ihm zu schaden, doch Wir machten sie zu den Verlierern. Denn Wir erretteten ihn und auch Lot in das Land, das Wir für alle Welt gesegnet haben. Und Wir schenkten ihm Isaak, und Jakob dazu, und machten alle beide rechtschaffen. Und Wir machten sie zu Vorbildern, die auf Unser Geheiß rechtleiteten, und wiesen sie an, Gutes zu tun, das Gebet zu verrichten und Almosen zu entrichten. Und sie verehrten Uns. (Enbiya Suresi, 68-73)
Wie wir in dieser Geschichte gesehen haben, hat Gott aufgrund der Aufrichtigkeit Ibrahims (a.s) verhindert, dass sein Volk ihn verletzen konnte. Dann hat Er das Volk bestraft, das Seinen Propheten töten wollte, und Er hat es vertilgt. Ibrahim (a.s) und den Gläubigen wurde von Gott ein besserer Ort als zuvor gegeben, sie erhielten zahlreiche Segnungen und Gott war barmherzig gegen sie.

Ibrahim (a.s) wandte sich Gott aufrichtig zu und er versicherte seinem Volk, er sei kein Götzendiener

Obwohl er in einem Volk von Götzenanbetern lebte, fand Ibrahim (a.s) durch Befragung seines Gewissens heraus, dass Gott Der eine und alleinige Gott ist. Er glaubte und wandte sich zu Gott. Die folgende Verse beschreiben, wie Ibrahim (a.s) zum Glauben an Gott kam:
Und so zeigten wir Ibrahim das Königreich der Himmel und der Erde, damit er zu den Festen im Glauben gehöre. Doch als die Nacht ihn überschattete, sah er einen Stern. Er rief: "Das ist mein Herr!" Als er aber unterging, sprach er: "Ich liebe nicht, was untergeht." Und als er den Mond aufgehen sah, sprach er: "Das ist mein Herr!" Und als er unterging, sagte er: "Wahrlich, wenn mich mein Herr nicht leitet, bin ich einer der Irrenden." Doch als er die Sonne aufgehen sah, rief er: "Das ist mein Herr – das ist das Größte!" Als sie jedoch unterging, sagte er: "O mein Volk! Ich habe nichts mit eueren Göttern zu schaffen!" (Sure 6:75-78 – al-A'nam)
Natürlich gibt es in dieser Geschichte über den Propheten Ibrahim (a.s) eine wichtige Lehre für die Gläubigen. Es ist sehr einfach für einen Menschen, Gottes Existenz zu begreifen. Überall, wohin der Mensch seinen Blick wendet, kann man zahlreiche Zeichen der Schöpfung Gottes sehen. Ein gewissenhafter Mensch kann, auch wenn er nichts weiß und wenn ihm nichts erklärt wird, ganz leicht erkennen, dass das Universum einen Schöpfer hat, indem er darüber einige Minuten lang aufrichtig nachdenkt. Er kann die Macht und die Größe Gottes sofort verstehen. Auch Ibrahim (a.s), der gewissenhaft nachdachte, hat als Ergebnis seiner aufrichtigen Überlegung Gottes Existenz und Heiligkeit begriffen, obwohl ihm diese Tatsache vielleicht vorher nie erklärt worden war. Er sagte sich von seinem Volk und von dem, was sie statt Gott anbeteten, los:
"Siehe, ich richte mein Angesicht lauteren Glaubens auf Den, Der die Himmel und die Erde erschaffen hat, und ich gehöre nicht zu denen, die (Gott) Gefährten geben." (Sure 6:79 – al-A'nam)

Ibrahim (a.s) verlangte von seinem Volk die Anbetung Gottes

Wie die folgenden Seiten zeigen werden, unternehmen die Gesandten jede Anstrengung, ihre Völker auf den Weg Gottes zu führen. Die Gesandten, die ihren Völkern die Religion verkünden, erklären dasselbe Thema mit sehr unterschiedlichen Beispielen, um die Menschen zum Denken anzuleiten. Sie beschreiben die Moral, die Gott gefällt, sehr ausführlich, sie verbieten das Unrechte und machen klar, wie hässlich solche Taten sind und was für einen Schade sie anrichten. Sie versuchen, den Menschen den geraden Weg zu zeigen und sie zu gewissenhaftem Denken anzuleiten.
Vor allem hat der Prophet Ibrahim (a.s) sein Volk auf den Weg Gottes eingeladen und ihm gesagt, die Götzen aufzugeben und sich zu Gott zu bekennen. In vielen Quranversen erzählt uns Gott, wie Ibrahim (a.s) seinen Vater und sein Volk dazu aufgefordert hat, sich zu Gott zu bekehren. Ibrahim (a.s) hat diese Menschen, die Götzen zu Göttern nahmen, folgendermaßen dazu aufgerufen, nur Gott zu dienen und Ihn zu fürchten:
Und (gedenke) Ibrahims, als er zu seinem Volk sprach: "Dient Gott und fürchtet ihn! Das ist besser für euch, wenn ihr es doch nur wüßtet! Ihr dient statt Gott nur Götzenbildern und setzt dabei eine Unwahrheit in Umlauf. Seht, diejenigen, denen ihr anstelle von Gott dient, vermögen euch nicht zu versorgen. Darum begehrt die Versorgung von Gott und dient Ihm und dankt Ihm; zu Ihm kehrt ihr zurück . (Sure 29:16, 17 – al-'Ankabut)
Wie aus den Versen ersichtlich ist, hat Ibrahim (a.s) seinem ungläubigen Volk die überlegene Macht Gottes mit unterschiedlichen Beispielen erklärt. Er hat Vergleiche gezogen, damit sie diese Tatsache begreifen konnten, er hat sie daran erinnert, dass es Gott ist, Der ihnen alles gibt, und ihnen klar gemacht, dass sie zu Gott zurückkehren werden. Ibrahim (a.s) hat sowohl sein Volk als auch seine nahen Verwandten vor dieser Tatsache gewarnt. Seinem Vater Azar hat er folgendermaßen mitgeteilt, dass er sich falsch verhält:
Und als Ibrahim zu seinem Vater Azar sprach: "Nimmst du Bilder zu Göttern an? Wahrlich, ich sehe dich und dein Volk in offenkundigem Irrtum!" (Sure 6:74 – al-An'am)

Ibrahim (a.s) warnte sein Volk, Satan zu gehorchen

Der größte Feind des Menschen ist Satan. Als Gott Adam als ersten Menschen erschuf, befahl Er Satan, sich vor Adam niederzuwerfen. Doch Satan wurde aufsässig und gehorchte Gottes Befehl nicht. Daraufhin hat Gott ihn verflucht und ihn aus dem Paradies verjagt. Nachdem Satan aus dem Paradies vertrieben worden war, fragte er Gott um Erlaubnis, bis zum Jüngsten Tag die Menschen vom richtigen Weg abbringen zu dürfen. Ziel Satans ist es, die Menschen, die er für die Vertreibung aus dem Paradies verantwortlich macht, vom richtigen Weg und vom Wohlgefallen Gottes abzubringen und somit für sie die Hölle zu sichern.
Aus diesem Grund versucht Satan, die Menschen irrezuführen. Satan hat keine Macht über Menschen, die aufrichtig an Gott glauben und auf Gott vertrauen. Gott hat uns im Quran mitgeteilt, dass die Zahl dieser Menschen gering sein wird. Deswegen hat Ibrahim (a.s) seinen Vater und sein Volk, die Gottes Weg verlassen hatten, gewarnt, nicht Satan, sondern ihm zu folgen. Er sagte folgendes:
"O mein Vater! Siehe, nun ist zu mir Wissen gekommen, das nicht zu dir kam. So folge mir, damit ich dich auf den rechten Pfad leite. O mein Vater! Diene nicht dem Satan. Wahrlich, der Satan war ein Rebell gegen den Erbarmer. O mein Vater! Ich fürchte fürwahr, dass dich eine Strafe des Erbarmers trifft, und dass du ein Freund des Satans wirst." (Sure 19:43-45 – Maryam)

Ibrahim (a.s) ermahnte sein Volk, sich nicht gegenseitig zu Götzen zu machen und Gott keine anderen Götter beizugesellen

Eine der deutlichsten Eigenschaften der götzendienerischen Gesellschaften ist es, dass sie anderen Wesen mehr Wert als Gott beimessen und dass sie diese mehr fürchten als Gott. Dieses Verhalten beschränkt sich nicht nur auf Figuren aus Stein oder Holz.
Auch im Volk Ibrahims (a.s) gab es Menschen, die andere Wesen mehr liebten als Gott, ihnen mehr Wert beimaßen als Gott. Am Jüngsten Tag jedoch werden diese Menschen begreifen, dass es keine andere Kraft außer Gott gibt und sie werden sehen, dass diese Wesen, die sie so hoch schätzen, in Wirklichkeit dessen nicht Wert sind und dass sie gegenüber der Macht Gottes nur schwache Diener sind. Aus diesem Grund hat Ibrahim (a.s) sein Volk daran erinnert, nicht andere Götter anstelle von Gott anzunehmen und daran, dass sie mit diesen Göttern am Jüngsten Tag verflucht sein und alle zusammen in die Hölle geworfen werden:
Und er sprach: "Ihr habt anstelle von Gott Götzen angenommen, in gegenseitiger Liebe zum irdischen Leben. Dann aber, am Tage der Auferstehung, wird einer von euch den andern verleugnen und verfluchen. Euere Wohnung wird dann das Feuer sein, und ihr werdet keinen Beistand finden."  (Sure 29:25 – al-'Ankabut)

Ibrahim (a.s) vermittelte den Menschen die Größe und Macht Gottes r

Ibrahim (a.s) gab verschiedene Beispiele, um seinem Volk die Existenz und Größe Gottes begreiflich zu machen. Als einer, der mit seinem Reichtum zu prahlen pflegte und dabei vergessen hatte, dass Gott es war, Der ihm all seinen Besitz gegeben hatte, mit Ibrahim (a.s) über Gott stritt, gab er ihm eine Antwort, die die Schwäche dieses Menschen und Gottes Macht verdeutlichten:
Sahst du nicht den, der mit Ibrahim über seinen Herrn stritt, weil Gott ihm das Königreich gegeben hatte? Da sprach Ibrahim: "Mein Herr ist der, welcher lebendig macht und sterben läßt." Er sprach: "Ich bin derjenige, der lebendig macht und tötet." Ibrahim sprach: "Siehe, Gott bringt die Sonne vom Osten, so bring du sie vom Westen!" Da war der Ungläubige zum Schweigen gebracht. Gott leitet nicht die Ungerechten. (Sure 2:258 – al-Baqara)
Wie aus diesem Vers ersichtlich ist, hatte dieser ungläubige Mensch den weisen und klugen Worten Ibrahims (a.s) nichts entgegenzusetzen. Die Gläubigen sollten Ibrahim (a.s) als Beispiel nehmen und bei ihren Verkündigungen immer die Größe und Allmacht Gottes betonen. Auch sollten sie die unlogische Lage erläutern, in der die Ungläubigen sich befinden.

Ibrahim (a.s) verkündete: Die einzige Macht, der man vertrauen soll, ist die Macht Gottes

Trotz seiner aufrichtigen und ehrlichen Verkündigung bestand das Volk Ibrahims (a.s) beharrlich darauf, weiter ihren Götzern zu dienen. Sie stritten mit Ibrahim (a.s), um ihn vom richtigen Weg abzubringen und seine Verkündigung zu stoppen. Doch Ibrahim (a.s) sagte seinem Volk, er fürchte nur Gott und er werde nur dann Sicherheit und Errettung erlangen, wenn er sich Gott unterwerfe:
Doch sein Volk stritt mit ihm. Er sprach: "Wollt ihr mit mir über Gott streiten, wo Er mich schon rechtgeleitet hat? Ich fürchte nicht die Gefährten, die ihr ihm gabt, sondern nur, was mein Herr will. Mein Herr umfaßt alle Dinge mit Seinem Wissen. Wollt ihr euch denn nicht ermahnen lassen? Und wie sollte ich fürchten, was ihr Ihm beigesellt habt, wo ihr nicht fürchtet, dass ihr Gott etwas beigesellt habt, wozu Er euch keine Befugnis hinabsandte? Und welche der beiden Parteien hat mehr Anlaß zur Zuversicht, wenn ihr es begreift?" Diejenigen, welche glauben und ihren Glauben nicht durch Ungerechtigkeit verdunkeln, haben Zuversicht, und sie sind rechtgeleitet (Sure 6:80-82 – al-An'am)
Der Besitzer von allem auf der Erde ist Gott. Ohne Gottes Erlaubnis kann niemand jemandem etwas Gutes oder Schlechtes tun. Kräfte, von denen die Menschen Hilfe erflehen und denen sie vertrauen, können nur dann Nutzen bringen, wenn Gott es erlaubt. Um Errettung und Sicherheit zu erreichen, soll man sich Gott unterwerfen. Gott hat uns im Quran mitgeteilt, dass Er Seine Diener schützen wird, die sich Ihm zuwenden. Aus diesem Grund müssen alle Gläubigen wie Ibrahim (a.s) wissen, dass die, die an Gott glauben, in Sicherheit sein werden, und sie sollten den anderen Menschen diese Tatsache erklären.

Auf die Feindseligkeit seines Vaters antwortete Ibrahim (a.s) in bester Weise

Auf Ibrahims (a.s) Versuche, seinen Vater zu überzeugen, reagierte dieser feindselig und sagte:
"Verwirfst du meine Götter, o Ibrahim? Gibst du dies nicht auf, wahrlich, dann steinige ich dich. So halte für eine Weile Abstand von mir!" (Sure 19:46 – Maryam)
Doch Ibrahim (a.s) der in keiner Situation seine Beherrschung verlor, erwiderte auf die feindliche und bedrohliche Einstellung seines Vaters achtungsvoll und klug:
Er sprach: "Friede sei mit dir! Ich werde meinen Herrn um Verzeihung für dich anflehen. Er ist gewiß gütig zu mir. Doch ich will mich von euch trennen und von dem, was ihr neben Gott anruft. Und ich will zu meinem Herrn beten; meinen Herrn werde ich gewiß nicht umsonst anrufen!" (Sure 19:47, 48 – Maryam)

Ibrahim (a.s) erklärte seinem Volk, es bete falsche Götter an

Ibrahim (a.s) stellte seinem Volk einige Fragen über ihre Götzen, um es zum Nachdenken zu bringen damit es erkenne, dass ihre Götzen keine eigene Kraft hatten und dass Gott der einzige Gott ist. Diese Art der Verkündigung ist deswegen sehr wichtig, damit die Ungläubigen ihr verfaultes System auch selbst bezeugen können. Auf diese Weise brachte Ibrahim (a.s) mit seinen Fragen über ihr schlechtes System sein Volk zu einem Geständnis. Eines der Gespräche zwischen Ibrahim (a.s) und seinem Volk verlief so:
Als er seinen Vater und sein Volke fragte: "Was betet ihr (eigentlich) an?" Sie antworteten: "Wir beten Idole an und sind ihnen stets zugetan." Er fragte: "Hören sie euch, wenn ihr sie anruft? Oder nützen oder schaden sie euch?" Sie antworteten: "Unsere Väter haben es schließlich auch so gemacht." Er sprach: "Habt ihr gut bedacht, was ihr da immer angebetet habt, ihr und euere Vorväter?" (Sure 26:70-76 – asch-Schu'ara')
Gott informiert uns im Quran, dass jeder sich seiner Fehler bewusst sein sollte. Auch wenn er Entschuldigungen erfindet, um darüber nicht nachdenken zu müssen, so ist er doch Zeuge gegen sich selbst, weil er in Wahrheit ganz genau weiß, was richtig und was falsch ist. Wer gewissenhaft darüber nachdenkt, findet leicht heraus, dass das Anbeten und Hoffen auf Hilfe von anderen Wesen als Gott unsinnig ist, dass Götzen ihm in Wirklichkeit keinerlei Vorteile bringen. Er wird erkennen, dass die Götzen, die er Gott beigesellt, seine Gebete nicht hören können und nicht die Macht haben, ihm zu schaden oder zu nützen. Vielleicht will er jedoch aus gewissen Gründen nicht über diese Tatsachen nachdenken; doch sie bleiben dennoch bestehen.
Bei der Fragen, die Ibrahim (a.s) stellte, versuchte er, sein Volk zum Nachdenken zu bringen darüber, was sie anbeteten und wie fehlgeleitet es war.
Als den Menschen seines Volkes riet, ihre Götzen aufzugeben, erinnerte er sie auch daran, dass diese Götzen nichts als selbstgefertigte Figuren waren, die keinerlei unabhängige Kraft besaßen. Der folgende Vers berichtet, wie Ibrahim (a.s) sein Volk unterwies, seine falschen Götter aufzugeben und sich dem wahren Gott zuzuwenden:
Als er zu seinem Vater und seinem Volke sprach: "Was sind das für Bildnisse, die ihr da verehrt?", sagten sie: "Wir fanden, dass bereits unsere Väter sie verehrten." Er sprach: "In der Tat, ihr und euere Väter seid in offenkundigem Irrtum." Sie sagten: "Bist du mit der Wahrheit zu uns gekommen oder treibst du einen Scherz?" Er sprach: "Mitnichten! Euer Herr ist der Herr der Himmel und der Erde, Derjenige, Der sie erschuf. Und hiervon lege ich euch Zeugnis ab." (Sure 21:52-56 – al-Anbiya)
Er fragte: "Verehrt ihr euere eigenen Skulpturen, wo doch Gott euch geschaffen hat und alles was ihr anfertigt?" (Sure 37:95, 96 – as-Saffat)

Ibrahim (a.s) verkündete: Alles wird von Gott beherrscht und alles geschieht nach Seinem Willen

Wie aus den oben erwähnten Versen ersichtlich ist, betete auch das Volk des Propheten Ibrahim (a.s), wie viele andere ungläubige Völker, Götzenbilder an, nicht weil sie dachten, es sei richtig so, sondern weil sie es von ihren Vorfahren ererbt hatten. Doch dieses abergläubische System war ein schlechtes Erbe. Ibrahim (a.s) jedoch hat ihnen sehr ausführlich erklärt, dass dieses fortdauernde System überaus falsch sei und großen Schaden bringen würde. Er erinnerte auch daran, dass die Götzen, die sie anstelle Gott verehren, keine Kraft haben und dass alles unter nur Gottes Kontrolle geschieht:
Sie sind jedenfalls alle meine Feinde, außer dem Herrn der Welten, Der mich erschuf und Der mich leitet, und Der mich speist und tränkt, und Der mich heilt, wenn ich krank bin, und Der mich sterben läßt, dann aber wieder lebendig macht, und Der, wie ich hoffe, mir am Tage des Gerichts meine Fehler verzeihen wird. (Sure 26:77-82 – asch-Schu'ara')

Durch sein weises Handeln rief Ibrahim (a.s) das Gewissen der Menschen wach

Als sein Volk trotz aller Mahnungen auf der Götzenanbetung bestand, verfiel Ibrahim (a.s) auf eine drastische Methode, die Menschen zum Nachdenken zu bringen und ihr Gewissen zu wecken. Er wartete, bis die Menschen ihre Götzen einmal allein ließen und nutzte die Gelegenheit sie zu zerschlagen, alle bis auf einen, die größte der Götzenfiguren. Als das Volk ihn fragte: „Hast du dies unseren Göttern angetan, Ibrahim (a.s)?“ (Sure 21:62 – al-Anbiya)antwortete dieser:
... "Keineswegs! Getan hat dies der Größte von ihnen. Fragt sie nur, wenn sie reden können!" (Sure 21:63 – al-Anbiya)
Nach dieser Taktik Ibrahims (a.s) sein Volk zum Denken zu bringen, hörte es auf sein Gewissen und bemerkte, dass es sich tatsächlich in einem großen Irrtum befunden hatte. Aber da diese offenbare Tatsache zu ihren Interessen und Traditionen und mit ihrer Ordnung im Widerspruch stand, wendeten sich die Menschen erneut ab.
Da wandten sie sich selbst zu und sprachen: "Seht, ihr selbst seid im Unrecht!" Dann aber wurden sie rückfällig (und sprachen:) "Du weißt genau, dass diese nicht reden können!" Er fragte: "Verehrt ihr etwa außer Gott, was euch weder etwas nützen noch schaden kann? Pfui über euch und über das, was ihr statt Gott anbetet! Habt ihr denn keine Einsicht?" Sie riefen: "Verbrennt ihn und verteidigt euere Götter, falls ihr etwas tun wollt." Wir sprachen: "O Feuer, sei kühl und unschädlich für Ibrahim!" Und sie suchten, ihm zu schaden, doch Wir machten sie zu den Verlierern. (Sure 21:64-70 – al-Anbiya)

Ibrahim (a.s) gab ein Beispiel für die Gläubigen indem er auf Gott vertraute und sich ihm auch in den schwersten Lebenslagen unterwarf

Ibrahim (a.s) ist mit seinem mutigen Kampf, den er gegen sein eigenes Volk geführt hat, für die Gläubigen ein gutes Beispiel. Obwohl er von seinem Volk bedroht wurde, man werde ihn ins Feuer werfen, hat er sein Vertrauen auf Gott und seine Ergebenheit zu Ihm nie aufgegeben. Seine Antwort lautete:
... "Seht, ich begebe mich zu meinem Herrn. Er wird mich rechtleiten." (Sure 37:99 – as-Saffat)
Diese Worte Ibrahims (a.s) erinnern alle Gläubigen an diese wichtige Tatsache. Es ist Gott, Der alle Menschen erschaffen hat, und alle Menschen werden zu einer Zeit sterben, die Gott vorherbestimmt hat, und sie werden zu Gott zurückkehren. Indem Ibrahim (a.s) sagte, ‘’Ich begebe mich zu meinem Herrn’’, hat er sein Volk daran erinnert, dass der Tod eine Heimkehr zu Gott ist. Muslime sollten in jeder Lebenslage ihr standhaftes Vertrauen auf Gott ausdrücken und die anderen Menschen dazu auffordern, dasselbe zu tun.

Gott nennt Ibrahim (a.s) und seine Gefährten als Vorbild für alle Gläubigen

Der Prophet Ibrahim (a.s) ist mit seiner hohen moralischen Eigenschaften ein vortreffliches Beispiel sowohl für sein Volk als auch für die nach ihm kommenden Völker. Gott hat den Gläubigen durch einen Quranvers verdeutlicht, dass es an Ibrahim, der zu Ihm mit reinem Herzen gekommen ist, ein gutes Beispiel hat:
Ihr habt ein schönes Beispiel an Ibrahim und den seinigen, als sie zu ihrem Volk sprachen: "Seht, wir haben nichts mit euch und mit dem, was ihr außer Gott anbetet, zu schaffen. Wir wollen nichts von euch wissen. Und zwischen uns und euch herrscht Feindschaft und Haß so lange, bis ihr an Gott alleine glaubt"; dies abgesehen von Ibrahims Äußerung zu seinem Vater: "Ich werde bestimmt für dich um Verzeihung bitten, aber ich kann für dich nichts von Gott erlangen." "O unser Herr! Auf Dich vertrauen wir, und Dir wenden wir uns reuig zu, und zu Dir ist die Heimkehr." (Sure 60:4 – al-Mumtahina)

Folgende Verse berichten von der Überlegenheit und der hohen Moral Ibrahims (a.s) :

Und wer hätte einen schöneren Glauben als wer sich Gott hingibt und das Gute tut und die Religion Ibrahims, des Lauteren im Glauben, befolgt; denn Gott nahm sich Ibrahim zum Freund. . (Sure 4:125 – an-Nisa)
Und auch Ibrahim betete um Verzeihung für seinen Vater nur wegen eines Versprechens, das er ihm gegeben hatte. Als ihm aber klar wurde, dass er ein Feind Gottes war, sagte er sich von ihm los. Siehe, Ibrahim war fürwahr mitleidsvoll und milde.(Sure 9:114 – at-Tauba)
Ibrahim war weder Jude noch Christ; vielmehr war er rechtgläubig - ein Gottergebener und keiner derer, die Gott Gefährten geben. (Sure 3:67 – Al-'Imran))
Ibrahim war fürwahr ein Vorbild der Tugend, gehorsam gegen Gott, lauter im Glauben und kein Götzendiener. Er war für Seinen Gnadenerweis dankbar, und Er erwählte ihn und leitete ihn auf einen geraden Pfad. (Sure 16:120, 121 – an-Nahl)
Und zu seiner Glaubensgemeinde gehörte auch Ibrahim, als er mit reinem Herzen zu Seinem Herrn kam.(Sure 37:83, 84 – as-Saffat)
Und erinnere im Buch an Ibrahim. Siehe, er war aufrichtig, ein Prophet. (Sure 19:41 – Maryam)
Denn Ibrahim war nachsichtig, mitleidig und sühnebereit (Sure 11:75 – Hud)
Und bewahrten sein Ansehen unter den nachfolgenden (Generationen). Friede sei mit Ibrahim! So belohnen Wir die Rechtschaffenen. Er gehörte gewiss zu Unseren gläubigen Dienern.  (Sure 37:108-111 – as-Saffat)
Und wer außer dem, der töricht ist, verschmäht die Religion Ibrahims? Fürwahr, Wir wählten ihn in dieser Welt aus und, wahrlich, im Jenseits gehört er zu den Rechtschaffenen. Als sein Herr zu ihm sprach: "Ergib dich (Mir)!", sprach er: "Ich gebe mich völlig dem Herrn der Welten hin." ." (Sure 2:130, 131 – al-Baqara)
Und wahrlich, dem Ibrahim gewährten Wir bereits zuvor Rechtleitung; denn Wir kannten ihn wohl (Sure 21:51 – al-Anbiya)